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Bummeln und shoppen im Mondschein

Ludwigsburger Kreiszeitung vom 17.11.2008

Bummeln und shoppen im Mondschein
Händler mit der Möglinger Einkaufnacht weitgehend zufrieden

Es ist kalt, um der Gefrierpunkt herum. Die Bäume im Lichternetz und der Nebel überziehen die lange Einkaufsnacht in der Möglinger Ortsmitte wie mit einem Weichzeichner. Ein paar Kinder, die eigentlich längst im Bett sein müssten, toben über die Straße. Die Erwachsenen geben sich mit dampfendem Glühwein einen Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit. Oder verbrennen sich an der heißen "Bummelwurst" den Gaumen. Auch das gehört um Einstieg in den Edvent.

"'s isch o.k.", erklärt sich Andrea Judex, Metzgermeisterin, mit der Aktion in schwäbischer Bescheidenheit zufrieden. 30 zusätzlich Kunden seien da gewesen. Ihr Gatte hatte die Bratwurst eigens kreiert und servierte vor dem Rathaus im "Druidenkessel" handgemachte Kürbissuppe.

Kurz vor Schluss der Einkaufsnacht, gegen 22 Uhr, stehen dort noch etwa 30 "Unverfrorene" und wärmen sich an der bluesig-fetzigen Stimme von Katrin Haug, die von Martin Wüstner begleitet wird. "Qué será, será?" wird verjazzt, der "Preacherman" geröhrt.

Vor Katrin Haug hat der Feuerakrobat eingeheizt. Er spuckte Flammen, jonglierte mit brennenden Keulen. Von seinem Auftritt zeugt ein Häufchen Asche mitten auf der Straße. "Da ist es richtig voll gewesen", sagt Reinhard Reis, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV). Er ist mit dem langen Einkaufsabend in Möglingen zufrieden, etwa 1000 Besucher seien nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs gewesen. Nicht alle, aber imerhin 20 Geschäfte hätten sich an der Aktion beteiligt.

Olympischer Geist: Dabeisein ist alles

Bei denen fällt die Bilanz unterschiedlich aus. "Es wurde mehr geschaut als gekauft", heißt es im Blumenhaus und auch bei Optik Hoffmann war der Abend mit acht Besucher nicht gerade der Hit. Aber bei Inhaberin Heike Hoffmann herrscht olympischer Geist: "Dabei sein ist alles, auch im nächsten Jahr wieder." Allerdings glaubt sie, dass die Einkaufsnacht im Sommer ein größerer Erfolg wäre. Überall gibt's ein Gläschen Sekt, liegt Knabberzeug und Süßes griffbereit. Und es wird ordentliuch zugelangt. Dagegen wird der Shuttlebus Richtung Löscher nicht gut angenommen. "Wenn überhaupt kommen die Leute von dort zu Fuß, sagt Reis.

Teilnehmer zeigen dass sich etwas tut

"Es kommt nicht nur auf die Kasse an", meint Ralf Sickmann vom Papierladen. Aber er hat verglichen mit einem normalen Freitag ein Viertel mehr Umsatz gehabt. "Wichtiger aber ist, dass man mit den Kunden ins Gespräch kommt, einfach mal Zeit zum Reden hat." Man habe den Leuten mit der "gelungenen, trubeligen Aktion" gezeigt: "In Möglingen tut sich was."

Im Friseursalon von Simone Burgard brummt's: "Es herrscht eine ganz andere Atmosphäre als im normalen Tagesgeschäft", sagt sie. Alles sei viel lockerer und entspannter. Sie glaubt, dass die Mischung aus Strassenparty und und Shopping die Menschen "entschleunigt". und die geniessen es, einmal ohne Hetze zu bummeln.


Die heiße Kürbissuppe aus dem "Druidenkessel" wärmt die Nachtschwärmer
Bild: Michael Fuchs

 

Kirbe Möglingen
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